Von Anfang an haben wir darauf hingewiesen, dass dieses Projekt ein finanzielles Fass ohne Boden werden könnte. Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt.

Ursprünglich mit Kosten von 186 Millionen Euro veranschlagt, belaufen sich die Ausgaben zur Fertigstellung mittlerweile auf mindestens 340 Millionen Euro. Eine Summe, die weit über das hinausgeht, was ursprünglich geplant war. Und wir alle wissen, dass dies womöglich noch nicht das Ende der Kostenexplosion darstellt.

Es stellt sich die Frage, wie viel Geld eine Stadt tatsächlich in kulturelle Projekte investieren darf, insbesondere wenn gleichzeitig unsere Schulen in bedauernswertem Zustand sind und der öffentliche Nahverkehr für viele unerschwinglich bleibt. In einer Zeit, in der bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist und die Energiepreise historische Höhen erreichen. 

Jährlich 6,5 Millionen Euro gibt unsere Stadt für das Theater aus, eine massive Steigerung von den ursprünglich veranschlagten 3,8 Millionen Euro. Während die Oberbürgermeisterin diesen Betrag als „überschaubar“ bezeichnet, dürfen wir nicht vergessen: Es handelt sich keineswegs um Peanuts, sondern um das hart verdiente Geld der Bürger unserer Stadt.

Wir müssen in Zukunft sicherstellen, dass unsere Investitionen zum größtmöglichen Nutzen aller Bürger unserer Stadt eingesetzt werden.

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/augsburg-abbruch-grabungen-stahlbau-das-tut-sich-auf-der-grossbaustelle-staatstheater-id70287186.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/kommentar-dauerbaustelle-am-staatstheater-bleibt-eine-zumutung-id70287571.html

https://www.sueddeutsche.de/bayern/augsburg-staatstheater-sanierung-kosten-1.4976522

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